China

China

Shamian - White Cloud Mountain

NotizPosted by michael Wed, February 03, 2016 17:02
Wenn man der Reiseliteratur glauben darf, soll man einen Kanton-Besuch auf Shamian beginnen. Auf dieser künstlichen Insel hatten früher die Europäer ihre koloniale Inrastruktur untergebracht und dementsprechend fühlt man sich dort fast wie zu Hause (architektonisch betrachtet). Außerdem wollten wir uns vom Stress der letzten Tage erholen. Die Chinesen sind nicht nur äußerst zahlreich, sie sind auch äußerst laut. Die stille Natur ist ihnen unheimlich, immer muss das Smartphone plärren. Der Straßenverkehr ist ein Albtraum, alle machen was sie wollen, die allgegenwärtige Polizei ist zwar allgegenwärtig, aber scheinbar fast ohnmächtig. Kein Wunder, dass die meisten Menschen in China an Verkehrsunfällen sterben.

Nachdem wir am Vortag aus einem Starbucks rausgeflogen waren, weil wir dort Skat gespielt hatten, haben wir uns im hiesigen gleichnamigen, aber in ungleich schönerem Ambiente gelegenen Lokal zuerst erkundigt, ob das auch hier ein Problem wäre, uns dann aber trotz Verneinung nach Abschluss unseres Rundgangs dort trotzdem nicht noch einmal blicken lassen.

Dann haben wir uns im Laufe des Tages in Richtung Downtown vorgearbeitet. Vorher hatten wir noch eine Reisetasche für Romi gekauft und ließen uns so, als Hotelgäste getarnt, in die Lobby des unten abgebildeten Hotels (die sich im 70. Stockwerk befand) fahren.


Dort oben verschafften wir uns einen Überblick über das Südchinesische Meer. Gegenüber befand sich der Canton Tower, der übrigens an eine Frau erinnern soll.


Nach so viel Stahl und Beton stand uns am nächsten Tag der Sinn nach etwas Natur. Es war immer noch ziemlich kalt (in der Nacht ließen wir die Klimaanlage fast durchgängig heizen um nicht zu erfrieren). Wir beschlossen, einen Abstecher in die White Cloud Mountains zu machen. Auf dem Weg dorthin bot sich das folgende Bild:


Diese Leistungsschau der Teleobjektive machte uns neugierig und wir befragten einige Teilnehmer nach dem Grund. Stolz zeigten sie uns ihre Beute:


Auf dem Weg nach oben trafen wir noch einen taoistischen und einen buddhistischen Tempel. Hier kam nun endlich ein Hauch von Exotik auf, verstärkt durch verfassungsfeindliche Symbole.


Oben angekommen hatten wir einen etwas diesigen, aber dennoch tollen Blick auf die Stadt.