China

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Peak Tram

NotizPosted by michael Wed, February 17, 2016 02:55
Ein Muss für jeden HK-Besucher ist die Fahrt mit der Peak Tram auf den Hausberg von Hong Kong, den Victoria Peak. Auf dem Weg dorthin sind wir noch an einigen Monumenten vorbeigekommen, die an die Vergangenheit erinnern:

1990





Hier werden Menschen von Hong Kong gezeigt. Man bemerke die altertümliche Foto- und Kommunikationstechnik.

2003

Ms. Tang war Krankenschwester und kümmerte sich um SARS-Patienten. Sie starb im Mai 2003 im Alter von 35 Jahren an einer Infektion.

Im Hong Kong Park befindet sich auch ein schönes begehbares Vogelgehege mit exotischen Vögeln darin. Da die aber immer rumzappeln und herumfliegen müssen, hat Romi nur die Bilder abgezeichnet.
Korrektur: Nach Intervention durch Romi korrigiere ich den vorangehenden Halbsatz wie folgt: Romi hat nur manchmal die Bilder, meistens aber die Herausforderung angenommen und die lebenden Modelle abgezeichnet.


Elli hat auch gezeichnet und außerdem noch fotografiert (wie immer). Falls ich die Bilder noch erhalte, wird hier noch ein Bild nachgeliefert: [ Ö> ]


Dann ging es (nach etwas Gedränge und Geschiebe) hinauf zum Peak. Wir haben nur das einfache Ticket gelöst, um den Abstieg zu Fuß in Angriff zu nehmen. Denn das eigentliich anstrengende bei Bergbesteigungen sind ja bekanntlich die Abstiege, und schonen wollten wir uns wirklich nicht.

Oben gibt es einen schönen Rundweg. Wegen des kühlen Wetters und vor allem wegen der albernen Sky-Terrasse, die man gegen Eintritt besteigen kann, wurde dieser jedoch kaum genutzt. Aber das ist ein Fehler. Man bekommt so einiges über die einheimische Tier- und Pflanzenwelt erzählt UND es gibt grandiose Ausblicke auf die Stadt!


Den letzten Teil des Abstiegs wollten wir eigentlich per Rolltreppe erledigen. Denn hier gibt es die längste aneinander gereihte Reihe von Rolltreppen. Allerdings laufen die immer nur in eine Richtung. Und als wir ankamen, war es prompt die falsche, also aufwärts.


















Hong Kong (vorgezogen)

NotizPosted by michael Tue, February 16, 2016 03:37
Es sind wieder eine Reihe von unverbloggten Tagen aufgelaufen. Darunter auch einige echte Highlights (also Tage mit mehr als fünf Fotos), wie z.B. unsere Radtour durch die lustige Landschaft /\/\/\ rund um Yangshuo mit unserer lustigen Begleiterin Lauren ( :-)). Dennoch springe ich jetzt einige Tage nach vorn und berichte zunächst von gestern. Denn gestern sind wir in Hong Kong angekommen. (Chronistische Puristen seien daran erinnert, dass das Springen in der Zeit ein legitimes Stilmittel ist, dass nicht erst seit den Filmen von Quentin Tarantino zum Einsatz kommt.)

Also: Hong Kong ist cool. Doch vorher mussten wir wieder die bereits am Anfang unserer Reise beschriebene Prozedur des Grenzübertritts in Shenzhen über uns ergehen lassen (nur in umgekehrter Reihenfolge). Da wir u.a. noch unsere verbliebenen Yuan in Hong-Kong-Dollars umgetauscht hatten, haben wir prompt einen Bus verpasst. Zu allem Überfluss hatte ich auch noch eine kleine Migräne, sodass ich just in der Zeit, als es darum ging, uns in der neuen Stadt einzunorden und zum Hostel zu navigieren, keine Hilfe war, weil ich nicht klar kucken konnte. Doch Romi hat auch auf unbekanntem Gelände die Lage souverän gemeistert, sodass wir bereits 6,5 Stunden nach Verlassen unseres Hotels in Guangzhou unser neues Domizil in Hong Kong erreicht haben.

Unser Zimmer liegt im zehnten Stock und ist das kleinste (und teuerste), das wir bisher hatten. Das Bad ist so klein, dass man, wenn man auf dem Klo sitzt, nicht mal richtig die Tür zumachen kann. Trotzdem fühlen wir uns hier schon fast wieder wie zu Hause: Es gibt keinen Extra-Mülleimer für Klopapier, auf den Straßen sieht man auch wieder einige nichtchinesische Gesichter, es gibt wieder richtige Motorräder (und nicht nur Motorroller), man kann wieder lesen, denn alles ist mindestens zweisprachig und Englisch steht oben, Google und Facebook können wieder verwendet werden (zwei Websites, von denen ich zwar nicht viel halte, aber auch die Ente hat in der Volksrepublik nicht funktioniert), die Straßen heißen nicht Guanlü Lu sondern z.B. Paterson Street


und die Preise sind höher. Auf den letzten Vorteil hätten wir natürlich auch verzichten können.

Nachdem wir unser Gepäck abgeworfen hatten (das nach unserem letzten Einkaufsbummel in China noch einmal beträchtlich angewachsen ist!) und ich mir eine Kopfschmerztablette verordnet hatte, stürzten wir uns ins Getümmel. Erstmal was essen. Bei mir gab es Reis, bei den Mädels Nudeln.


Es war mal wieder ziemlich kühl und Frauen haben anscheinend auch keine Hosentaschen und ständig eiskalte Hände, sodass ich mich zu einem Besuch des Starbucks genötigt fühlte. Danach sind wir noch einmal an die Waterfront gegangen, um uns die Szenerie im beleuchteten Zustand anzuschauen. Das war ein Glück, denn auf dem größten Hochhaus auf der gegenüberliegenden Seite (Kowloon) wurde eine Light & Music Show für 20 Uhr angekündigt.

(Anmerkung: Diesem Bild mangelt es nicht an Schärfe, sondern auch hier stellt die Unschärfe ein Stilmittel dar.)

Diese begann mit der Vorstellung aller Akteure, also aller teilnehmenden Gebäude. Danach wurde Musik abgespielt und jedes Haus machte, was ihm dazu einfiel. Das war recht witzig, doch mit einer zentralen Regie hätte man viel mehr erreichen können. So tat jedes Haus, was es für richtig hielt, und das vielversprechendste Haus, nämlich das, auf dem die Vorstellung angekündigt wurde, tat praktisch gar nichts.













Li River

NotizPosted by michael Sat, February 13, 2016 12:02
An dem Morgen, an dem es zum zweiten Mal keine Pancakes gab, wartete dennoch ein Highlight auf uns. Rafting (oder zu deutsch: Auf einem Floß fahren) auf dem Li River. Diesmal war die Gruppe ziemlich groß (ca. 30 Leute, darunter ungefähr ein Viertel Franzosen, also ungefähr 7,5) und der Stress ebenfalls. Erst der Stau im Straßenverkehr, dann der Stau vor der (wiederum abgezäunten) Ablegestelle (angeblich hatte es am Vormittag einen Streik der Flößer gegeben), dann die Weigerung des Flößers nur drei anstatt vier Personen mitzunehmen, dann meine Weigerung für vier Personen zu bezahlen, obwohl wir nur zu dritt waren (Anm.: ich hatte schon über 100 EUR bezahlt, wovon der Flößer allerdings nur ein Zehntel bekommen hat) und schließlich das Einlenken unseres Tourguides, der die Differenz übernahm.

Schließlich konnte es losgehen. Zwar nicht von Hand, sondern mit ziemlich lautem Außenbordmotor, aber immerhin. Die Landschaft war atemberaubend schön.


So schön, dass sie es immerhin auf den 20-Yuan-Schein geschafft hat...


... und Romi mal wieder ihren Zeichenblock herausgeholt hat.


Danach ging es weiter nach Yangshuo. Diese Stadt nestelt sich malerisch in die dortige Landschaft hinein.


Übrigens wurde immer noch Neujahr gefeiert. Das konnte man an den Laternen sehen und an den Knallern hören, die hier offenbar erlaubt waren.


Außerdem waren wir Zeugen einer Open-Air-Kinovorstellung, bei der Sicherheitshinweise für das Abbrennen von Feuerwerk gezeigt wurden.





Abschweifung zum Thema Pancakes

NotizPosted by michael Sat, February 13, 2016 10:21
Im Wada Hostel (in Guilin) wurden zum Frühstück Pancakes angeboten. Als wir die am Abend unserer Ankunft für den nächsten Morgen bestellen wollten, hieß es: "Oh nein, 7 Uhr ist zu zeitig (8 Uhr begann unser Ausflug zu den Reisfeldern), das geht nicht."
Am folgenden Abend hieß es dann: "Nein, das geht gar nicht, wir haben schon so viele Bestellungen."
Noch später am Abend, Romi und ich lagen schon im Bett, wollte Elli uns etwas Gutes tun und ist noch einmal rausgeschlichen, fand jedoch nur den Nachtportier vor, welcher ihr das Telefon gab, und hat dann per Telefon Pancakes bestellt. Wahrscheinlich war die angerufene Person nicht begeistert über diesen fast mitternächtlichen Anruf. Als wir dann am nächsten Morgen extra wegen der Pancakes eine halbe Stunde eher aufgestanden waren, gab es jedenfalls keine.
Im nächsten (ebenfalls Wada) Hostel (in Yangshuo) waren die Pancakes dann kein Problem mehr. Man konnte sie einfach bestellen und hat sie dann eine halbe Stunde später auch bekommen.


Ergänzung (zu obigen Kommentar)

Wahrscheinlich hast du Mantou gesehen. Gefüllt heißen die dann Baozi. Die haben wir hier oft und gern gegessen (Elli als wahrer Purist eher die Mantou). Aber gestern konnte ich das Zeug auf einmal nicht mehr sehen.

Pancakes sehen so aus und kommen aus Amerika.





Longsheng

NotizPosted by michael Sat, February 13, 2016 09:38
Am nächsten Tag machten wir uns in einem kleinen Charterbus gemeinsam mit einer handvoll europäischer Mitreisender, zu besonderen Freude von Elli waren auch zwei Franzosen dabei, auf zu den Reisterrassen von Longsheng. Als Senior der Gruppe - ich war vermutlich ungefähr doppelt so alt wie der oder die zweitälteste Teilnehmer(in) - hatte ich das besondere Vergnügen, neben dem Fahrer zu sitzen. Dabei habe ich Fahrmanöver gesehen, die wahrscheinlich selbst in Südeuropa schiefgegangen wären.



Nach ungefähr 2,5 Stunden erreichten wir unser Ziel. Es scheint, dass alle touristischen Attraktionen in China, in Neuchinesisch nach amerikanischem Vorbild auch "scenic areas" genannt, umzäunt und abgesperrt sind. So auch hier. Wahrscheinlich musste unser Fahrer beim Erwerb der Tickets auch unsere Reisepass-Nummern angeben. Dann wurden wir hineingefahren und an der dafür vorgesehenen Stelle ausgeladen.


Man hätte nun die Seilbahn nach oben nehmen oder Frauen mit besonders langem Haar für Geld fotografieren können (die Haare stecken unter dem Turban). All das haben wir nicht getan, sondern wir haben einen mutmaßlich nicht so stark benutzten Pfad gewählt und uns bei (nach mitteleuropäischen Maßstäben) sommerlichen Temperaturen in die Höhe geschraubt. Da Wäscheleinen ja immer ein besonders heimeliges Gefühl erzeugen, darf so ein Bild auch hier natürlich nicht fehlen.


Und hier noch die politisch korrekte Version.


Überall gab es Hinweise, was zu tun oder zu lassen sei.


Neben netten Aussichten


hatten wir auch eine nette Begegnung mit einem chinesischen Paar samt Kind. Beide hatten in Deutschland, eine Hälfte sogar in Dresden, studiert. Ob sie nun, da das erlaubt ist, bald noch ein zweites Kind haben werden, haben wir allerdings nicht gefragt.

***

Zurück in Guilin hatten wir am Abend noch ein sehr leckeres und gar nicht teures Essen bei einem lustigen Taiwanesen. Natürlich haben wir dem Wirt von unserem Austausch-Schüler David erzählt.







Urlaub im Urlaub

NotizPosted by michael Sat, February 13, 2016 07:24


Am Neujahrstag des Jahrs des Affen haben wir unsere Sachen gepackt und Romis neue 90-Liter-Tasche mit Zeug befüllt, das auf unserer kleinen Reise ins Landesinnere bestimmt keiner brauchen oder einfach zu unhandlich sein würde (z.B. unseren neu erworbenen Wasserkocher).

Auf dem Bahnhof ging es zu wie auf dem Flughafen, Sicherheit wurde groß geschrieben. Man musste seinen Pass vorzeigen und bekam dann erst seine Boarding Card ausgehändigt (übrigens außerhalb des Bahnhofs, damit es nicht zu leicht wird). Aber dann kann man noch lange nicht in den Zug klettern oder zumindest den Bahnsteig betreten, sondern wartet wieder am Gate XY, bis sich die Tore öffnen und hat nun Gelegenheit, noch einmal Fahrschein und Reisepass vorzuzeigen.


Im Zug gab es ein kleines Gerangel, weil die Passagiere hinter uns versuchten, ihr Gepäck"netz" auf unsere Kosten zu expandieren. Ich habe das Gepäck energisch zurückgeschoben und dabei mit dem Ellebogen Romi fast k.o. geschlagen. Aber ich habe es wieder gut gemacht, indem ich ihr die gesamte Zugfahrt lang (immerhin 3 Stunden) kalte Wasserflaschen zum Kühlen gekauft habe.




In Guilin angekommen, sind wir per Bus zu unserem Hostel gefahren. Als wir ausgestiegen, war mein erster Gedanke, hier sieht es aus wie in Beirut. Aber eigentlich trifft es Ulan-Bator besser. Denn die Straßen waren breit, schlecht beleuchtet, mit Schlaglöchern übersät und das geeignete Schuhwerk für die "Bürgersteige" sind Bergstiefel.


Das Bild ist übrigens etwas irreführend, denn die Beleuchtung besonders an Motorrollern ist oft abgeschaltet oder nicht vorhanden. Dazu kommt, dass es sich (in Guangzhou fast durchgängig, in der Provinz vielleicht zu einem Drittel) um elektrisch betriebene Zwei- oder Dreiradfahrzeuge handelt, sodass man diese in der Dunkelheit weder hören noch sehen kann.











Neujahr

NotizPosted by michael Thu, February 11, 2016 03:06
Am Vortag vor Chinesisch-Neujahr, das dürfte in etwa unserem Silvester entsprechen, wirkte die Stadt fast wie ausgestorben. Bilder wie hier sind sonst eigentlich nicht möglich. Die Straßen waren fast leer.


Die U-Bahn ebenfalls.


Die Rolltreppen waren nur beschäftigt, fotoeifrige Touristen rauf- und runterzutransportieren.


Wir beschlossen, in Richtung Canton Tower zu marschieren. Denn es gab wohl für Guangzhou ein Feuerwerksverbot (sehr bemerkenswert für China, ist das nicht das Mutterland des Feuerwerks?), aber vielleicht würde es hier ja ein hübsches, zentrales Feuerwerk geben. Tatsächlich lungerten dort nicht nur viele Schaulustige herum, die vielleicht das gleiche wie wir gehofft hatten, sondern auch jede Menge Polizei, die wahrscheinlich Order hatte, spontanes Feuerwerk zu unterbinden.
Es gab dann leider nur eine Lightshow, die allerdings im Unterschied zu anderen Tagen mit Musik untermalt war. Dass diese Musik nicht doll war, bedarf eigentlich keiner besonderen Erwähnung.
Allerdings taten die Brücken ihr Bestes, um ein Feuerwerk zu imitieren.


Es waren dann doch einige Leute auf den Beinen, z.B. kleine Jungs, die ihr "Nice to meet you" ausprobieren wollten und dann schnell wieder verschwanden, oder koreanische Touristen, die einen zu gemeinsamen Fotos nötigten und dann aber, statt das gewünschte Foto rauszurücken, Fotos von sich selber schicken.


Und weil er so scharf darauf war, uns sein Bild zu schicken, vermute ich mal, dass er nichts dagegen hat, in unserem Blog zu erscheinen.







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